Dann kommt dieser Moment, in dem ich einfach nicht mehr kann. Ich sitze da, zwischen Kontoauszügen und Terminen, und frage mich: Was mache ich hier eigentlich? Alles brennt, und ich brenne mit – still, nach innen.
Ich lese von einem Seminar auf Mallorca und rede mit meinem besten Kumpel – es bringt die Wende.
Er sagt: „Komm, wir machen das. Raus hier. Einfach mal weg und neue Perspektiven bekommen.“
Und so lande ich auf Mallorca. Ein Seminar. Sonne. Weite. Und ein kleines bisschen Hoffnung.
Ich weiß nicht genau, was ich suche – aber ich weiß, dass ich mich selbst wiederfinden will. Nicht die Macherin. Nicht die Funktionierende. Mich.
Zurück in Deutschland ist nichts mehr wie vorher. Ich spüre es in jeder Zelle.
Dieses alte Leben passt mir nicht mehr. Es kratzt. Es drückt. Es engt mich ein.
Ich habe mich auf Mallorca wiedergefunden – und ich kann mich nicht mehr zurück in ein Leben quetschen, das mich krank macht.
Ich kündige. Zu meinen Bedingungen.
Ich löse mein Fitnessstudio auf und verkaufe alles.
Für meine Aqua Fitness Kurse finde ich eine Nachfolge.
Nicht aus Trotz, sondern aus Klarheit, beende ich, was mich auslaugt.
Ich verabschiede mich von Sicherheiten, die längst keine mehr sind.
Und dann geh ich. Ich wandere aus. Lasse alles los, was ich kenne – und setze alles auf null.
Nicht, weil ich genau weiß, wie’s wird. Sondern weil ich spüre, dass ich so nicht mehr weitermachen kann. Ich habe keine fertige Antwort, aber endlich wieder eine Richtung.
Und das reicht.